Facebooks Gratis-Internet lohnt nicht! Freies WLAN geht einfacher!

Facebooks Gratis-Internet lohnt nicht! Freies WLAN geht einfacher!

Gratis-Internet ist unnütze Datenkrake

„Free Basics“ ignoriert häufig lokale Bedürfnisse und Netzneutralität

Facebooks App „Free Basics“, mit dem der Konzern Nutzern in 63 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika einen kostenlosen Zugang zu grundlegenden Internetdiensten verspricht, ist eine Datenkrake mit sehr begrenztem Nutzen. Das hat eine Studie von Experten der Medien-NGO Global Voices http://globalvoices.org ergeben. Denn Free Basics bietet oft nur wenig, meist amerikanisches und britisches Internet. Nutzer, die für sie lokal relevante Inhalte oder gar Content in ihrer Muttersprache suchen, kommen zu kurz. Facebook verletze mit der App also die Netzneutralität – sammelt aber damit richtig fleißig Daten.

Begrenzte Inhalte

Auf dem Papier klingt die Idee, mittels App und Telco-Partnern Internet zu den Massen zu bringen, durchaus nobel. Allerdings bietet Free Basics keinen uneingeschränkten Zugang zum globalen Internet, sondern ist ein strenger Torwächter, der Zugriff auf ausgewählte weitere Apps ermöglicht. So lädt es User ein, Facebook zu nutzen, andere soziale Medien bleiben aber bis auf wenige Ausnahmen – beispielsweise das Business-Netzwerk ConnectAmericas http://connectamericas.com in Mexiko und Kolumbien – außen vor. Das neue App-Angebot ist also von Land zu Land verschieden.

In den sechs von der Studie erfassten Ländern (Ghana, Kenia, Kolumbien, Mexiko, Pakistan und die Phillipinen) stammt die Mehrheit der Apps auf der Startseite aber stets von US-Konzernen, wie beispielsweise das „BabyCenter“ von Johnson & Johnson. Wirklich lokal relevante Informationen sind meist schwer, falls überhaupt, zu finden. Noch schlimmer ist es, wenn Nutzer Inhalte in ihrer Muttersprache wollen. Das App-Angebot auf Swahili, immerhin Amstsprache in Kenia, ist äußerst überschaubar. Panjabi, zwar keine Amtssprache, aber eigentlich die verbreitetste Muttersprache in Pakistan, bleibt in Free Basics gänzlich außen vor.

Digitaler Kolonialismus

In der Bevorzugung bestimmter Apps sieht Global Voices nicht nur eine Verletzung der Netzneutralität – übrigens der Grund, weshalb Indien die App 2016 verboten hatte. „Sie bauen dieses kleine Web, das den Nutzer zum weitgehend passiven Konsumenten weitgehend westlicher Konzernkultur macht“, kritisiert zudem Ellery Biddle, Advocacy Director bei Global Voices. „Das ist digitaler Kolonialismus.“ Auch Daten der Nutzer wandern dabei massiv an die Konzerne, deren Apps in Free Basics angeboten werden.

Die Facebook-App selbst, die eine Zustimmung unter anderem zu den Datennutzungsrichtlinien von Facebook erfordert, ist selbst eine Datenkrake. Da sämtlicher Datenverkehr über Facebook-eigene Proxy-Server geleitet wird, weiß der Konzern ganz genau, wer wann welches Angebot wie lange in Anspruch genommen hat. Das nutze Facebook jedenfalls, um die Zusammenstellung des Newsfeeds von Nutzern anzupassen. Doch behalte sich der Konzern auch das Recht vor, Daten mit Dritten zu teilen, warnt Global Voices.

Quelle: pte20170728023

Hintergrundwissen

Internet.org bzw. Free Basics wurde als Partnerschaft zwischen Facebook und führenden IT-Unternehmen (Samsung, Ericsson, MediaTek, Opera Software, Nokia, Qualcomm) im Jahr 2013 gegründet. Im September 2015 wurde sie als App in Free Basics umbenannt.

Das Projekt wird von vielen Seiten dafür kritisiert, die Netzneutralität zu gefährden, weil es durch das kostenlose Angebot internet.org nur die Erreichbarkeit ausgewählter Webseiten erleichtert. Im Mai 2015 reagierte Facebook und öffnete die Platform für andere Webseitenanbieter. Allerdings ist immer noch eine Registrierung der Website bei Facebook notwendig. Damit hängt der Zugang via internet.org von einer Genehmigung Facebooks ab. Die zugrundeliegenden Richtlinien des Unternehmens verbieten ferner die Nutzung von Verschlüsselungsprotokollen wie HTTPS.

2016 wurde in Indien das Programm verboten, da es die Netzneutralität verletze.

Weiterführende Informationen

 


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29. Juli 2017 / by / in

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